Technologie
Eine Plattform. Kühlung und CO₂-Abscheidung.
Unsere patentierte Hollow-Fiber-Technologieplattform nutzt die Abwärme, die Rechenzentren ohnehin produzieren, um effizient zu kühlen und dabei CO₂ und Wasser direkt aus der Umgebungsluft abzuscheiden.
Unsere Einheit im autonomen Betrieb im F&E-Zentrum von Kurita.
01Die Erkenntnis
Die Infrastruktur für CO₂-Abscheidung existiert bereits
Die meiste industrielle Abwärme ist zwischen 30 bis 60 °C. Sie ist zu kühl für Fernwärme, und wird heute schlicht an die Luft abgegeben. Doch bei ansteigender Abwärme und wachsendem regulatorischem Druck ist es notwendig, sich diesem Problem zu stellen.
Direct Air Capture braucht genau diese Art von Wärme. Statt neue, energiehungrige Abscheidungsanlagen auf der grünen Wiese zu bauen, sollte die bestehende Infrastruktur nachgerüstet und ihre Abwärme in Kühlung, CO₂ und Wasser umgewandelt werden.

02So funktioniert es
Abscheiden. Freisetzen. Wiederholen.

Die KartuscheEin Hollow-Fiber-Bündel
Tausende Hohlfasern werden in Kartuschen wie dieser gebündelt und durchlaufen denselben Zweiphasen-Zyklus.

Phase 1Adsorption & Kühlung
CO₂ und H₂O werden aus der Luft an den Hohlfasern abgeschieden.
Trockene und verdunstungsbasierte Kühlleistung entsteht im Wasser im Inneren der Fasern und spart Kühlstrom.

Phase 2Desorption & Kühlung
Abwärme wird durch Dampfbildung und CO₂-Freisetzung genutzt und erzeugt dabei Kühlung.
CO₂ und H₂O werden von den Hohlfasern gesammelt und gespeichert. Das CO₂ wird mit Reinheiten von bis zu 99 % abgesondert.
Im Inneren Die Faser
Nanoporöse Außenschicht
Die Abscheidung findet an der CO₂-reaktiven Oberfläche statt: Luft strömt darüber, CO₂ und Wasser binden sich daran.
Wasserführender Kern
Das durch den Kern strömende Wasser nimmt während der Abscheidung die Kühlleistung auf. Warmes Wasser setzt im Anschluss das abgeschiedene CO₂ und Wasser zur Sammlung frei.
Der Zyklus wiederholt sich kontinuierlich, kommt ohne bewegliche Teile im Abscheidebett aus und passt sich flexibel dem verfügbaren Strom an.
03Konventionelles DAC vs NeoCarbon
Warum industrielles Nachrüsten den DAC Neubau schlägt
Konventionelles Direct Air Capture
- •Braucht Hochtemperatur-Wärme oder viel Elektrizität, konkurriert oft um grünen Strom
- •Neue Anlagen auf der grünen Wiese mit langen Bau- und Genehmigungszeiten
- •Ein Output: CO₂
- •Steht dort, wo Energie günstig ist, nicht dort, wo die Industrie es braucht
NeoCarbon
- ✓Läuft mit Abwärme ab 30 °C, die Standorte ohnehin produzieren
- ✓Wird auf Infrastruktur nachgerüstet, die bereits genehmigt und in Betrieb ist
- ✓Drei Outputs aus einem System: Kühlung, CO₂ und Wasser
- ✓Steht dort, wo die Wärme bereits vorhanden ist: am Rechenzentrum selbst
04Designprinzipien
Für die heutige Welt entwickelt
Angetrieben von Niedertemperatur-Abwärme
Der Prozess läuft mit Wärme ab 30 °C, genau der Art, die Industriestandorte heute kostenpflichtig abführen. Weniger Energie, geringere Energiequalität, kleinerer Fußabdruck.
Retrofit an erster Stelle
Direkte Integration in bestehende Kühlkreisläufe, ohne Umbau des Prozesses. Ausfallsicher konzipiert: Eine Pause versetzt das bestehende System einfach in seinen ursprünglichen Zustand zurück.
Neuartige, patentierte Plattform
Vier Patentfamilien schützen den Hollow-Fiber-Reaktor. Die Plattform ist sorbens-agnostisch: Wenn Abscheidematerialien effizienter werden, bessern sich die Systeme.
Modular & skalierbar
Containerisierte Einheiten mit demselben Platzbedarf wie bestehende Kühltechnik. Im Kleinen starten, validieren, später Modul für Modul ergänzen und skalieren.
05Im Feld bewiesen
Von unserer Berliner Werkstatt in den autonomen Industriebetrieb
2024 haben wir ein komplettes System an das F&E-Zentrum von Kurita Water Industries in Deutschland verkauft, gebaut und geliefert. Es lief dort neun Monate lang autonom, 500 km von unserem Berliner Hauptsitz entfernt, angetrieben von der Abwärme des Standorts, mit positivem Effekt auf das bestehende Kühlsystem. Alle vorgenommenen Erfolgskennzahlen wurden erfüllt.
1.000+
autonome Betriebsstunden
Bis zu 99 %
CO₂-Reinheit unter realen Bedingungen
TRL 6
validiert im industriellen Umfeld
Plug & play
keine neue Infrastruktur am Standort
„Der Partner muss nicht die gesamte Infrastruktur neu bauen.“

06Der Output
Wohin das CO₂ geht



07Forschung & Entwicklung
Gebaut auf echter F&E

Unser Berliner Chemielabor entwickelt und testet Abscheidematerialien im eigenen Haus, von Proben im Grammbereich bis zur Validierung im Kilogrammmaßstab. Da die Hollow-Fiber-Plattform sorbens-agnostisch ist, fließt jede Materialverbesserung direkt in das Produkt.
Werden Sie Teil des Teams, das daran baut →08Häufige Fragen
Fragen, die uns Ingenieure stellen
Was treibt den Prozess an?
Die Niedertemperatur-Abwärme ab 30 °C übernimmt die Hauptarbeit und wird ergänzt durch eine minimale, flexible elektrische Last für Ventilatoren und Steuerung. Der Prozess passt sich dem verfügbaren Strom an.
Verbraucht das System Wasser?
Nein. Der Prozess ist wasserpositiv: Er gewinnt Wasser aus der Umgebungsluft, statt es zu verdunsten, und liefert so Kühlleistung auf Verdunstungsniveau ohne Wasserverlust.
Was passiert, wenn eine Einheit pausiert?
Nichts Dramatisches. Das System ist ausfallsicher konzipiert: Eine Pause versetzt das bestehende Kühlsystem einfach in seinen ursprünglichen Zustand zurück. Weder Installation noch Stopp erfordern einen Umbau des Prozesses.
Wie erprobt ist die Technologie?
Unser System lief über 1.000 autonome Stunden an einem Industriestandort unter realen Bedingungen, erreichte bis zu 99 % CO₂-Reinheit und erfüllte alle Pilot-KPIs. Die Plattform ist auf TRL 6 validiert.
Wohin geht das abgeschiedene CO₂?
Je nach Kundenwunsch: In die Nutzung oder die dauerhafte Speicherung, d.h. industrielle Abnahme in der Lebensmittelindustrie, permanente Mineralisierung in Beton oder Carbon-Removal-Zertifikate über Abnahmepartner.
Passt das System an einen bestehenden Standort?
Genau dafür ist es gemacht. Containerisierte Module entsprechen dem Platzbedarf bestehender Kühltechnik, nutzen Standard-Schnittstellen und skalieren Modul für Modul.
Erfahren Sie, was unsere Technologie an Ihrem Standort leisten kann.
Erzählen Sie uns von Ihrer Infrastruktur und Ihrem Abwärmeprofil. Wir loten die Integrationsmöglichkeiten gemeinsam aus.
